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Die '''Bühne''' (auch ''Szene'') ist der Ort, an dem sich eine ? zum Beispiel ein oder eine ? ereignet. Eine , die einem Gedicht von Friedrich Schiller entlehnt ist, bezeichnet die Bühne als ??.

Heutige Formen

In Versammlungsstätten mit Bühnenhaus ist die Bühne der hinter der Bühnenöffnung (''Portal'') liegende Raum mit . Zur Bühne zählen die Vorbühne (vor dem Portal), die Hauptbühne sowie die Hinter- und Seitenbühnen einschließlich der jeweils zugehörigen und n.

Die einfachste Art Bühne ist ein . n beherbergen ausschließlich Aufführungen in der warmen Jahreszeit. Daneben gab es ''Sommertheater'' mit geschlossener Bühne und offenem Zuschauerraum (wie die eine Hälfte des Berliner s). Im Unterschied zu den Wanderbühnen sind diese Bühnen ortsfest. Größere Theaterbetriebe haben auch sogenannte Probebühnen, die Darsteller und Sänger für ihre innerhalb des Hauses benutzen. Die kleinste Bühne ist das ? abgesehen von den Bühnen beim oder beim .

Heute werden oft auch Stadien, Sporthallen oder umgestaltete Fabrikgebäude als n verwendet. Die moderne kann temporäre Bühnen für verschiedenste Bedürfnisse aufbauen, etwa für Open-Air-Veranstaltungen.

Für das Geschehen hinter der Bühne ist der Ausdruck gebräuchlich.

Geschichte

Antike

Der erste Spielort des europäischen Theaters war der von überlieferten Sage nach der . Auch die festen Theaterbauwerke der waren . Die zentrale Spielfläche für den wurde mit dem Wort (????????) bezeichnet. Den hinteren Abschluss bildete ein Gebäude namens (?????), oft mit einer dekorativen Haus- oder Tempelfront. Die Zuschauer saßen auf der (halb-)kreisförmig in ansteigenden Sitzreihen davor.

Das römische war vollständig rund oder oval, diente jedoch eher zu enkämpfen als zu künstlerischen Darbietungen.

Mittelalter

Das kannte kaum feste Bühnen. wurden zunächst in der Kirche und später davor aufgeführt. Als die Städte die Trägerschaft für das übernahmen, wurden Marktplätze und andere öffentliche Orte bespielt.

Renaissance

Seit der entwickelten sich allmählich die aus den Festsälen der . Mit den Fürsten begannen sich die Architekten für das Theater zu interessieren. Die humanistische versuchte im 14. Jahrhundert, antike Traditionen zu beleben. Es entwickelte sich die , die perspektivisch gestaltet war.

Wanderschauspieler spielten auf n oder errichteten n an gut besuchten öffentlichen Plätzen. Eines der größten dieser Theater war das 1599 eröffnete in London. Die Vorbühne namens und die Aufbauten wurden in der Art einer genutzt. Diese Bühnenform nennt man heute .

Barock

Das Theater im zeitalter benutzte perspektivisch gestaffelte, meist bemalte , die dieser sogenannten scheinbar unendliche Tiefe gaben. Außerdem gehörten als obere Begrenzung und ein im Hintergrund, alles ebenfalls bemalt, zum . An der vorderen Begrenzung der Bühne, die Rampe genannt wird, wurden er aufgestellt, um die Darsteller heller zu beleuchten als die Zuschauer. Eine komplizierte gewährleistete zahlreiche Effekte, wie etwa im Bühnenboden oder Hebemaschinen. Das nahm bei Opernaufführungen vor der bespielten Bühne Platz, an der Stelle der antiken ''orchestra'', die heute genannt wird. Der im übliche , der die Musiker den Blicken der Zuschauer entzieht, setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch.

19. Jahrhundert

Auf die barocke Kulissenbühne folgte die , die statt der unendlichen Tiefe den Eindruck eines geschlossenen Raums machen soll. Auch diese Bühnenform ist zumeist noch in geteilt wie die Kulissenbühne, aber die Kulissen wurden zunehmend plastisch gestaltet, nicht bloß bemalt. In diesem Zusammenhang wurde eine unsichtbare ?? zum Zuschauerraum hin postuliert (siehe ). Dadurch wurden die erheblich aufwendiger, was eine große Anzahl von n erforderte. Die Erfindung der erlaubte es, Dekorationen ohne Umbau zu wechseln. Die wurde heller und differenzierter, und lösten die n ab. ? Die Guckkastenbühne ist bis heute das Prinzip der meisten größeren Theaterbauten.

Das vor der Bühne war bis zum 19. Jahrhundert noch ohne feste Bestuhlung, diente auch zu Tanzbällen und war in Zirkusgebäuden zur umgestaltet. Der Zuschauerraum war in Ränge, oder Balkone auf mehreren Etagen eingeteilt. Viele Theater besitzen zwei bis vier Ränge. Außerdem gibt es die , die vor allem zur gesellschaftlichen Repräsentation dienten und oft einen besseren Blick auf den übrigen Zuschauerraum als auf die Bühne boten. Der Herrscher an einem Residenztheater erhielt die zentrale Loge im Ersten Rang, welche die beste Sicht auf die Bühne und gleichzeitig die beste Sichtbarkeit durch das übrige Publikum garantierte.

 verwirklichte im  wiederum einen arenaf�rmigen Zuschauerraum ohne soziale Abstufungen im Publikum. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg wiederum die Tendenz zu einheitlich ansteigenden, muschelf�rmigen Zuschauerr�umen mit weniger R�ngen und Balkonen.

20. Jahrhundert

Im frühen 20. Jahrhundert wurde diese illusionistische Bühnenform von manchen en und n als überholt betrachtet, es begannen Versuche, den Zuschauerraum in die szenische Konzeption einzubeziehen, was zu neuen Bühnenformen wie der und Raumkonzepten (''Raumbühne'') führte.

Die verzichtet auf konventionelle Bühnen, und auch zahlreiche Theaterveranstaltungen, so wie das , finden seit Ende des 20. Jahrhunderts wieder in der außerhalb der Bühnen statt.

Besondere Bühnen

Als ''Größte Bühne der Welt'' gilt die Bühne des s in . Mit einer versenkbaren und dreifach auswechselbaren und 2854 m² bespielbarer Gesamtfläche, ist sie die größte Theaterbühne der Welt und weist zudem mit 24 Metern das breiteste Bühnenportal in Europa auf.

Rechtliche Unterscheidungen

Früher wurden die verschiedenen Bühnengrößen in Klein-, Mittel- und Vollbühne unterteilt. Diese Unterscheidungen entfallen heute. Sie seien hier noch erwähnt, weil solche Bühnen bis heute rechtlich noch Bestandsschutz genießen.

  • Eine Kleinbühne ist maximal 100 m² groß. Außerdem darf die Decke hinter dem Portal nicht höher als ein Meter über der Bühnenöffnung liegen. Eine Kleinbühne hat keine Seiten- oder Hinterbühnen. Eine zusätzliche Vorbühne ist zulässig. Sie benötigt keinen extra Brandabschluss.
  • Eine Mittelbühne darf die Grundfläche von 150 m² nicht überschreiten. Allerdings darf sie zusätzlich noch max. 100 m² an Hinter- oder Seitenbühnen haben. Die Höhe der Decke oder die Höhe bis zur Unterkante des Schnürbodens darf maximal die doppelte Höhe der Bühnenöffnung (Portalhöhe) haben.
  • Alles, was größer als eine Klein- oder Mittelbühne ist oder deren Anforderungen nicht erfüllt, ist eine Vollbühne oder auch Großbühne.

Heutzutage wird nur noch zwischen n und n unterschieden.

Eine Großbühne hat ohne Vorbühne über 200 m² Grundfläche. Oder sie hat eine Unterbühne. Oder es besteht eine Oberbühne deren Höhe über der Bühnenöffnung (söffnung) mehr als 2,5 m beträgt.

Alles andere gilt als Szenenfläche. Wobei Szeneflächen in Versammlungsräumen rechtlich geringere Anforderungen haben als Großbühnen.

Literatur

  • Herbert A. Frenzel, , (Hrsg.): ''Bühnenformen, Bühnenräume, Bühnendekorationen,'' Berlin: Schmidt 1974

Weblinks

Einzelnachweise